Sandspiel im Deutschunterricht?

 

Das Sandspiel wurde von Dora Kalff als nonverbalde Therapie entwickelt.

Therapiemethoden und Unterricht, war kaum denkbar zu kombinieren.

Dennoch erzielte ich als Heilpädagogin mit den Schülern gute Erfolge, indem ich die Methode im Förderunterricht anwandte und kombinierte.

 

Vorgehen einzeln oder in der Kleingruppe für den Deutschunterricht

  1.  Aufgabe: Figuren und Gegenstände in den Sand zu setzen und eine Geschichte zu spielen. Das Kind erzählt dabei was es macht, eventuell auch erst später, und setzt ruhig die Figuren, wechselt vielleicht, berührt den Sand, formt ihn. Es hat Zeit zum Verweilen.
  2. Aufgabe: Das Kind erzählt nun die Geschichte, so wie es möglich ist und seinem Sprachniveau entspricht. Je nach Alter oder Kenntnis in der Muttersprache oder Dialekt.
  3. Aufgabe: Das Kind übt nun diese Geschichte in Schriftdeutsch zu formulieren.
  4. Aufgabe: Je nach Lernziel wird die Geschichte geschrieben und dementsprechend unterrichtet

Beobachtungsaufgabe der Lehrperson

  • Welche Figuren wählt das Kind
  • Welche Emotionen legt es in die Geschichte
  • Kommt es ins Reden oder gibt es eine Blockade?
  • Verweilt es, vertieft es sich oder sucht es die Aufforderung?
  • Wie verhalten sich in einer Kleingruppe die Kinder zueinander?

Ganzheitlicher Aspekt des Lernes und der seelisch-geistigen Entwicklung

  • Kreative Rahmenbedingungen des Lernens
  • Das Kind folgt seiner Energiespur und zeigt, was es zuzeit beschäftigt.
  • Es erfährt Resonanz in seiner Selbstwirksamkeit und kann in seinem Handeln zuerst mal nichts falsch machen.
  • Die Lehrperson hat die Möglichkeit so ganz nebenbei die Themen des Kindes aufzunehmen und je nach dem später evtl. nach Rücksprache mit einer Fachperson wieder darauf einzugehen.
  • Vielfach ist dies aber auch nicht nötig, weil schon allein das Ausdrücken und das Aufgenommen werden eine heilsame  Wirkung hat und die Eigenständigkeit fördert.
  • Selbst, wenn durch dieses Vorgehen an eigene nicht bewusste Konflikte herangekommen wird, hilft der sprachliche Ausdruck im Beisein einer wohlwollenden Person für die weitere Entwicklung. Zudem besteht dann die Möglichkeit, mit einer Fachperson das weitere Vorgehen zu besprechen.
  • Die eigene Geschichte motiviert eher, diese in einer korrekten Sprache zu formulieren.